Das Denkmal

Wieso, weshalb, warum?

Station 2

Das ist also das Kyffhäuser-Denkmal! – Genieße erst einmal den Anblick dieses prächtigen Monuments.

 

Der Anlass zur Errichtung war der Tod von Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1888. Nicht dass wir uns missverstehen, Wilhelm I. ist der Soldat auf dem Pferd. Bereits drei Tage nachdem Wilhelm gestorben war, kam der Gedanke ins Rollen, für den „alten Herrn“ einen Gedenkstein zu errichten.

 

Der Standort kommt dabei nicht von ungefähr. Sieh dich ruhig um – die Aussicht hier ist schon grandios. Seine erhabene Lage und die beeindruckende Historie waren ausschlaggebend, den Kyffhäuser für das Denkmal auszuwählen. Seit mehr als 120 Jahren steht es nun hier und hat seither nichts von seiner Anziehungskraft verloren!

 

Erbaut wurde es aus den roten Sandsteinen des Kyffhäusermassivs. Unter anderem befindet sich vor der Barbarossafigur ein Steinbruch, von dem das Gerücht kursiert, dass Bären in ihm gelebt haben sollen. Aber das ist schlicht und ergreifend Quatsch, obwohl manch ein Gast erbittert darüber streitet und felsenfest behauptet, hier Bären gesehen zu haben.

 

Die „Wurzeln“ des Denkmals reichen bis ins Mittelalter zurück. Barbarossa, das ist der Mann aus Stein, der vor dir auf seinem Thron sitzt, ließ nämlich im Mittelalter – hier auf diesem emporragenden Felsen – eine Burg errichten. Aber keine Sorge, von ihm hörst du später noch mehr!

 

Wie sich das Szenario einer Denkmalerrichtung damals abspielte? Nur geringfügig anders als heute. Denkmalplanung und Baugenehmigung vor über 125 Jahren? Mehr dazu findest du in den „Fun Facts“!

 

Vielleicht nur so viel: Der Entwurf von Bruno Schmitz gefiel am besten. Immerhin erschuf er auch das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. Allerdings war sein Entwurf auch am teuersten – die Endabrechnung betrug fast das Doppelte als geplant, nämlich 1,5 Millionen Reichsmark. Ein stattlicher Preis.

 

Im Frühjahr 1890 begannen die Bauarbeiten. Die Baufirma sprach damals von einer Garantieleistung für zehn Jahre. Nun steht es bereits mehr als 120 Jahre – solide Wertarbeit…